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Kinderosteopathie
Behandlungsablauf
Anwendungsgebiete
Beispiele
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WAS
IST OSTEOPATHIE?
Unter Osteopathie versteht man ein ganzheitlich orientiertes
(holistisches)
Untersuchungs- und Behandlungssystem, dessen
Ziel die Wiederherstellung der Selbstheilungsmöglichkeiten
des
individuellen Organismus ist.
Die Osteopathie baut im Besonderen auf die medizinischen Fächer
Anatomie, Embryologie und Physiologie auf, bettet diese Wissen
jedoch in einen holistischen Kontext ein, der auf den folgenden
Prinzipien beruht:
Leben ist Bewegung
Zum Grundprinzip des Lebens gehört Bewegung. Im mechanischen
Sinne als auch im Sinne von Dynamik, Veränderung, Handeln,
Tun.
Bewegung kann somit als Maß für
Vitalität gelten, für den gesamten
Organismus als auch für seine Teile bis hinunter auf die zelluläre
und molekulare Ebene.
Der Körper heilt sich selbst
In der modernen Biologie wird ein Lebewesen dahingehend definiert,
dass es die Bestandteile, aus denen es zusammengesetzt ist, selbst
erzeugen und integrieren kann. Dies gilt für einzellige und
mehrzellige Lebewesen bis hinauf zum Menschen.
Folglich birgt der Körper die potentielle Möglichkeit
zur Selbstheilung
in sich. Sie zu wecken, gehört zu den
fundamentalen Anliegen
der Osteopathie.
Der Mensch funktioniert als Einheit
Alle biologischen Systeme, zu denen ja auch
der Mensch
zählt, funktionieren als Einheit. Alle Teile
dieser Gesamtheit,
die wir als Organismus bezeichnen, stehen daher miteinander in
Verbindung. Darüber hinaus stellt der Mensch als denkendes
Wesen
eine Ganzheitlichkeit dar, die nicht nur das biologische Funktionieren,
sondern auch den sozialen, psychischen, mentalen und spirituellen
Aspekt umfasst.
Die Beeinflussung von Struktur und Funktion
Unter Struktur verstehen wir die Bestandteile
eines Organismus sowie ihre Relationen untereinander (Knochen, Muskeln, Faszien).
Sie umfasst somit Form, Anordnung und Lage der einzelnen Teile,
sowie ihre örtlich und funktionell bedingte Beziehung zu anderen
Teilen.
Der Begriff der Funktion umfasst sämtliche Aktionsmöglichkeiten,
die einerseits einen spezifischen Teil aus sich selbst heraus ermöglicht
(z.B. Zellstoffwechsel) und andererseits aus den Beziehungen der
Teile untereinander entstehen kann (z.B. Beugen und Strecken im
Ellenbogengelenk). Dies nennen wir Interaktion.
Somit besteht zwischen Struktur und Funktion eine kreisförmig
geschlossene Beziehung aus der nicht abgeleitet werden kann, dass
zuerst das eine oder das andere da gewesen wäre. Sie erschaffen
sich in ständiger gegenseitiger Abhängigkeit
Die Vorrangigkeit des „Gesetzes der
Arterie
Eine wesentliche Voraussetzung für Gesundheit ist eine gute
Zirkulation aller Körperflüssigkeiten (Blut, Lymphe, Gehirn-
und Rückenmarksflüssigkeit). Verlust von mechanischer Beweglichkeit und
zu
hohe Spannung im Gewebe führen letztendlich zu Einschränkungen
im dynamischen Verhalten der Körperflüssigkeiten und in
der Folge
zur Verschlechterung der Ver- und Entsorgungslage im betroffenen
Areal.
Unterschied zur Schulmedizin
Die Osteopathie ist eine lebende Medizin. Sie vereint Philosophie,
Kunst und Wissenschaft in sich. In der Osteopathie ist der Verlust
des physiologischen Bewegungsmusters in einem Gewebe die
Ursache für die Störung.
In der Schulmedizin werden diese Störungen als Krankheitsbilder
definiert und somit oft Symptome behandelt.
Osteopathie statt Schulmedizin?
Hierzu ein klares Nein!
Eine schulmedizinische Untersuchung bei Ihrem Haus- oder Facharzt
ist ein absolutes Muss um etwaige Kontraindikationen auszuschließen.
Die gängigen bildgebenden Verfahren wie Röntgen, CT, MR,
Ultraschall so wie Labor oder Hirnstrommessungen bilden die Basis für
eine erfolgreiche osteopathische Behandlung.
Zitate von Dr. Andres Taylor Still
„Osteopathie spricht Menschen mit klarem und sachlichem
Verstand an: Menschen, die der Anatomie und Physiologie niemals
müde werden auf der Suche nach Krankheitsursachen. Ein Osteopath beantwortet sich seine Fragen indem er bereit ist zu lernen
und zu forschen. Er beweist das Gesagte durch seine (Be-)
Handlung“
Die Horizonte, die wir zu einem bestimmten Zeitpunkt wahrnehmen, sind durch unseren Standort und unsere Blickrichtung bestimmt.
Die Anzahl der möglichen Horizonte ist unendlich. Es
offenbart sich uns jedoch nur der Horizont, auf den wir zugehen
und nur solange wir uns auf ihn zubewegen.
Grundsatz der Osteopathie
Der Osteopath behandelt Kranke, keine Krankheitsbilder.
Genau aus diesem Grund können keine Behandlungsrezepte bei
Schmerzen wie Schulterelenbeschwerden, Wirbelsäulenschmerzen,
Verdauungsproblemen usw. gegeben werden.
Die Symptome dieser Krankheitsbilder sind oft gleich, die Ursachen
jedoch völlig verschieden.
Der Osteopath ist kein Wunderheiler
Trotz aller Erfolge der Osteopathie muss herausgestellt werden,
dass der Osteopath sich nicht als Wunderheiler versteht und auch
kein Wunderheiler ist. Eine komplette Ausheilung kann man nur
sicherstellen, wenn die Körperstrukturen noch nicht einer Veränderung oder Zerstörung unterliegen, die eine Selbstheilung oder
Regeneration ausschließen. Die Grenzen des Osteopathen liegen
innerhalb der Grenzen der Selbstregulation des Körpers. Dies
gilt
sowohl für den Körper als auch für den Geist und
die Seele.
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